Hintergrund und Ziel: Das hepatozelluläre Karzinom ist der dritthäufigste krebsbedingte Todesursache, und Tumorstammzellen gelten als Samen des Tumorrezidivs. Der Warburg-Effekt beschreibt die aerobe Glykolyse-Metabolik von Tumorzellen. Ziel ist es, die Korrelation zwischen der Stammzell-Eigenschaft von Lebertumorzellen und den Merkmalen ihres Zellglukosestoffwechsels zu untersuchen. Methode: Mit Durchflusszytometrie wurden Tumorzellen mit hoher Expression von Stammzellmarkern aus den Lebertumorzelllinien Huh-7 und MHCC97H sortiert und in serumfreier Suspension kultiviert, morphologische Veränderungen beobachtet sowie die Expression von Stammzellmarkern und Glukosemetabolismus-Enzymen detektiert. Anschließend wurden die Glukoseaufnahme- und Laktatbildungsfähigkeiten der beiden Zelltypen verglichen. Ergebnisse: Lebertumorstammzellen bildeten in serumfreier Suspension Kugeln; im Vergleich zu nicht-stammzellartigen Tumorzellen war die Expression der Schlüsselenzyme der Glykolyse und der Stammzellmarker signifikant erhöht (P<0,05) sowie die Glukoseaufnahme- und Laktatbildungsfähigkeit deutlich gesteigert (P<0,05). Es bestand eine Korrelation zwischen der Stammzell-Eigenschaft und der Aktivität der Glykolyse in Tumorzellen. Schlussfolgerung: Die serumfreie Suspensionskulturtechnik kann zur Anreicherung von Lebertumorstammzellen eingesetzt werden; im Vergleich zu nicht-stammzellartigen Tumorzellen weisen Lebertumorstammzellen eine höhere glycolytische Transformation auf, und die Stammzell-Eigenschaft korreliert mit der Glykolyse der Tumorzellen.