Untersuchung der Durchflusszytometrie bei Knochenmarksinfiltration und Prognosevorhersage beim Mantelzelllymphom

WANG Di ,  

LI Menghan ,  

WU Haochen ,  

SUN Jinmiao ,  

XIE Ziteng ,  

LI Jiwei ,  

ZHANG Lei ,  

ZHANG Mingzhi ,  

CHANG Yu ,  

摘要

Hintergrund und Ziel: Die Knochenmarksinfiltration ist beim Mantelzelllymphom (mantle cell lymphoma, MCL) sehr häufig. Die Knochenmarkbiopsie (bone marrow biopsy, BMB) gilt nach wie vor als Goldstandard zur Beurteilung der Knochenmarksinfiltration bei Lymphompatienten, weist jedoch häufig falsch-negative Ergebnisse auf und erhöht die Belastung der Patienten. Gleichzeitig ist der prognostische Wert der Knochenmarksinfiltration beim MCL unklar. Ziel dieser Studie war es, den Anwendungswert der Durchflusszytometrie (flow cytometry, FCM) bei der Diagnostik und Prognosebewertung der Knochenmarksinfiltration bei MCL zu untersuchen und den Einfluss des Knochenmarksinfiltrationsstatus auf die Prognose von MCL-Patienten weiter zu erforschen. Methode: Es wurden Krankheitsdaten von MCL-Patienten gesammelt, die zwischen Januar 2010 und April 2024 an der Ersten Klinik des Zhengzhou-Universitätskrankenhauses erstmalig behandelt wurden. Eine retrospektive Kohortenstudie wurde an Patienten mit prätherapeutischen Daten zur 18F-Fluordesoxyglukose-Positronenemissionstomographie/Computertomographie (18F-FDG PET/CT), Knochenmarkpunktion und -biopsie sowie aussagekräftigen Follow-up-Daten durchgeführt. Die Bestimmung des positiven Schwellenwerts für das Knochenmark-FCM erfolgte mittels Analyse der receiver operating characteristic (ROC)-Kurve. Die Sensitivität und Spezifität wurden mittels gepaartem χ2-Test analysiert; Überlebensanalysen erfolgten nach Kaplan-Meier, unabhängige prognostische Risikofaktoren für progressionsfreies Überleben (progression-free survival, PFS) und Gesamtüberleben (overall survival, OS) wurden mittels COX-Regression ermittelt. Prognosemodelle wurden in Nomogrammen erstellt und mit ROC-Kurven, Kalibrierungskurven und restricted cubic spline (RCS) validiert. Ergebnisse: Insgesamt wurden 97 Patienten in die Studie eingeschlossen. Ein ROC-Kurven-Plot wurde zur Anpassung der unterschiedlichen Anteile von Lymphomzellen, die mittels FCM nachgewiesen wurden, an die BMB-Ergebnisse erstellt, wobei ein Schwellenwert von >5,31% Lymphomzellen im Knochenmark-FCM als positiv definiert wurde. Nach diesem Standard betrug die Sensitivität der FCM zum Nachweis der Knochenmarksinfiltration 93,3% (42/45), die Spezifität 73,1% (38/52), der positive prädiktive Wert 75,0% (42/56) und der negative prädiktive Wert 92,7% (38/41). Die Kaplan-Meier-Überlebensanalyse zeigte, dass eine positive oder negative Knochenmarksinfiltration basierend auf BMB, 18F-FDG PET/CT und FCM keinen signifikanten Einfluss auf PFS (P=0,956, 0,964, 0,748) und OS (P=0,900, 0,852, 0,145) hat, während die PFS und OS in der Gruppe mit ≥30,0% Lymphomzellen im Knochenmark-FCM signifikant kürzer waren als in der Kontrollgruppe (2-Jahres-PFS-Rate: 42,4% vs. 62,5%, P=0,010; 2-Jahres-OS-Rate: 63,6% vs. 82,8%, P=0,011). Die multivariate Regressionsanalyse ergab, dass Alter, ein MIPI-Score (mantle cell lymphoma international prognostic index) ≥6 und MCL-Subtyp unabhängige prognostische Risikofaktoren für PFS und OS sind, während der Anteil der Lymphomzellen ≥30% im Knochenmark-FCM nur ein unabhängiger Risikofaktor für PFS ist (P<0,05). Anschließend wurden diese potenziellen prognostischen Risikofaktoren in ein PFS-Risikomodell integriert. Das Alter, der MIPI-Score, der pathologische MCL-Subtyp und der Anteil der Lymphomzellen im Knochenmark zeigten in diesem Modell eine ausgezeichnete Vorhersageleistung. Die multidimensionale Validierung des Prognosemodells sowie des klinischen Wertes des Anteils der Lymphomzellen im Knochenmark zeigte eine gute Übereinstimmung mit den Studienergebnissen. Fazit: Der mit herkömmlichen qualitativen Methoden bestimmte Status der Knochenmarksinfiltration hat keinen signifikanten Einfluss auf die Prognose von MCL-Patienten. Der Anteil der Lymphomzellen, der mittels FCM im Knochenmark bestimmt wird, zeigt hingegen eine gute Wirksamkeit bei der Diagnose der Knochenmarksinfiltration und der Prognosebewertung. Wenn dieser Indikator in ein Prognosemodell aufgenommen und andere Störfaktoren korrigiert werden, bleibt die Vorhersageleistung stabil und ausgezeichnet, was auf seinen präzisen und objektiven klinischen Nutzen hinweist.

关键词

Mantelzelllymphom; 18F-Fluordesoxyglukose PET/CT; Knochenmarkbiopsie; Durchflusszytometrie; Knochenmarksinfiltration; Diagnose; Prognose

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